Mittwoch, 28. März 2012

Frühlingserwachen Teil 2 (die Sache mit dem Hakenköder)

Endlich war Freitag , die Sachen waren vom letzten Trip noch gepackt, die Stellen wurden über die Woche regelmäßig weiter gefüttert und die Spannung das letzte Wochenende toppen zu können war unbeschreiblich ! Am See angekommen wurde hektisch das Boot beladen und als erstes, wurden die Spots angepeilt um zu schauen ob die Futterrationen vom Vortag , welche ein wenig Üppiger ausvielen, geerntet wurden! Tatsächlich Auf allen 4 Stellen alles Blank! Kein Korn lag mehr am Gewässerboden und die Fische Rammelten wieder wie Wild ins Schilf, als ich mit dem Boot näher kam. Geil schnell zum Platz geeiert Tackle raus, Ruten scharf machen.
Mit Spannung ging es in den Abend
 Die kurzen Rigs aus der Vergangenen Woche sollten erst mal ausreichen , Haken waren noch nadelscharf aber diesmal entschied ich mich nur mit zwei Tigers zu Fischen , da die leuchtenden Poppis auch ein Magnet für herum streunerndes Federvieh sind! Die Wassertiefen blieben unverändert 50 cm und 1,50m! Gegen halb zehn Abends kam auch Stiefel von der Arbeit direkt zum See. Auch seine Ruten wurden blitzschnell flott gemacht und eine halbe Stunde später stand auch sein Camp. Bis halb 2 in der Früh standen wir noch am Ufer und haben den nervenden krächzenden Flatterhühnern gelauscht, als es nach kurzem Rutencheck in die Koje ging. 
Am nächsten Morgen wurde ich leider nur von 2 Tauben geweckt, welche meinten direkt über meinem Zelt miteinander kommunizieren zu müssen! Nach kurzem Update mit Stiefel , welcher auch ruhig geschlafen hatte entschlossen wir uns die Spots nachzuschauen und mussten feststellen das auf allen vier Plätzen nur noch die Hakenköder lagen!!!!! Kurios ?! Es wurde nachgefüttert und am Mittag die stellen aufs Neue kontrolliert.
Klarer Himmel und kalte Nächte
 Schon wieder ist fast alles Futter weg! Seltsam, hatten die Rigs doch letzte Woche so gut funktioniert. Schien es diesmal an den fehlenden Poppis zu liegen? Kurzer Hand, wurden welche Montiert . Neon pink in 10 mm ! Der Nachmittag blieb ruhig bis abends gegen halb elf mein Swinger durchfiel. 
Stiefel mit 18 Pfd Schuppmann
22Pfd Spiegler
Sofort wurde Kontakt aufgenommen und mit dem Boot dem Fisch entgegen gefahren. Eine Menge Kraut kam zum Vorschein und ein kleiner Satzkarpfen mitten drin. Der Rest der Nacht blieb Ruhig . Morgens gegen 6 Uhr hatte Stiefel einen Durchfaller, aber leider verabschiedete sich der Fisch kurz danach! 2 Stunden später bei mir das gleiche Spiel....Durchfaller, kurzer Kontakt, Ausgestiegen....! Verdammt was sollte das ? Lag es am Argwohn der Fische oder tatsächlich am Fressverhalten bei der kalten Wassertemperatur? Aber wir hatten letzte und diese Woche jeweils 17 kg Partikel und Boilies verfüttert-Hunger scheinen sie ja zu haben ----!? .Am Nachmittag hatte ich wieder einen Fall Biss, welcher sich diesmal als wunderschöner perfekt gehakter 22 Pfd Spiegler entpuppte. Auch Stiefel war am Abend gegen 21 Uhr mit einem 18 Pfd Schuppi erfolgreich! Der restliche Verlauf der Session sollte uns wieder auf den Boden zurückholen! Bis zum nächsten Vormittag konnten wir keinen weiteren Fischkontakt verbuchen und unsere Hakenköder Lagen unberührt an Ort und Stelle ----Das Futter war natürlich Restlos weg!
Natürlich haben wir einige Vermutungen und werden diese, am kommenden Wochenende umsetzen!

Michel und Stiefel



FORTSETZUNG FOLGT.......................

Freitag, 23. März 2012

Frühlingserwachen Part 1



Pech im Glück

Noch kein Grün ist zu sehen.
Das Jahr ist noch nicht alt und in den ersten,  ernst zu nehmenden Ansitzen konnten Michel und ich noch keine Fische überlisten. Dies sollte sich doch aber bald hoffentlich ändern.
Michel mit einem 19 Pfd Spiegler.
Wir hatten nun Mitte März und die ersten wärmeren Tage und Nächte lagen nun vor uns. Bei einer warmen und sonnigen Wetterprognose zieht es wohl jeden Naturliebhaber ins Freie und wir waren da keine Ausnahme. Entschieden haben wir uns für ein gut bekanntes Gewässer ganz in unserer Nähe, umsäumt von  Schilf mit einigen Interessanten Flachwasserbereiche davor. Es war Freitag früh und wir konnten schon bei unserer kurzen Erkundungstour auf dem See einige Fische in geringer Tiefe sichten. Ganz klar das unser Hauptaugenmerk auf  diese Bereiche  viel und  so wurden die Ruten zwischen 0,50 Meter und 1,50 Meter Wassertiefe ausgelegt. Nach dem nun alles erledigt war konnten wir  beide den herrlichen Frühlingstag genießen und es uns richtig gut gehen lassen. Gegen Abend kam uns auch noch der Mani besuchen und bei dem ein oder anderem kühlen  Blonden wurde viel gefachsimpelt. Ca. 20 Uhr kam es dann zum ersten Kontakt  an der linken Rute und der  Swinger viel durch. Leider hatte ich kein Fisch gehakt und ich durfte  nur einen riesen Krautbatzen 400m durch das Wasser ziehen. Rasch wurde die Rute wieder neu beködert, das Futter fertig gemacht und dann nichts wieder wie raus mit der Montage. Als ich vom Auslegen der Rute zurück kam stand Michel  mit meiner anderen Rute in der Hand am Lager. Resultat war ein wunderschöner noch in der Winterfärbung stehender 19 Pfd. Spiegelkarpfen und ich gratulierte Michel zum Nr.01 für  2012. Mani und Michel amüsierten sich köstlich, denn so was Ähnliches ist mir schon im vergangenen Herbst schon einmal  passiert. Wir scherzten gemeinsam noch ein wenig und ich sagte noch zu Mani: „ Wenn ich die Rute wieder raus bringe, kannst ja du den nächsten Fisch an meiner anderen Rute drillen “. Wie sollte es auch änderst sein. Ich war auf der Rücktour mit dem Boot und da sah ich auch schon Mani mit meiner anderen Rute in der Hand am drillen. Heraus kam ein Spiegelkarpfen mit glatt 18kg und nun hatte auch Mani seinen  Nr. 1.

18 Kg Frühjahrspower und gleichzeitig Manis neuer PB für diesen See
Auch ich durfte meinen Ersten 2012 fangen
So ein Pech aber auch, denn ich stand immer noch mit leeren Händen da. Für Gesprächsstoff  war für den Abend ja nun gesorgt und so wurde ich Ziel von Gelächter für das ganze restliche Wochenende. Gegen 1 Uhr kam dann wieder ein Biss und ich war diesmal sogar da. Leider konnte ich bloß einen Satzkarpfen fangen und weitere Aktion war auf unseren Spots in dieser Nacht nicht zu verzeichnen.  In den Morgenstunden sind  auch unsere gefiederten Freunde auf das Futter aufmerksam geworden. Ist natürlich sehr schön wenn die Vögel den Hakenköder auf dem Spot von einer Richtung in die andere spielten und wir die Ruten mehrmals über 400m neue raus bringen durften. Fischaktivität war auf unseren Spods nicht vorhanden. Die Karpfen zogen es lieber vor sich den ganzen Tag direkt ins Schilf zu stellen und sich zu Sonnen. Es war trotzdem ein herrlicher Tag und wieder kamen uns einige Freunde besuchen. Ich brauchte mich nur wenige  Meter von meinen Platz entfernen, da ging es schon wieder los. „ Geh ruhig Stiefel, wir bekommen das mit deinen Ruten hin!“  Auch wer als nächstes an meinen Blanks drillen durfte wurde schon unter einander aus diskutiert. Meine Bissanzeiger blieben aber am diesen Samstag still und das sollte sich auch nicht in der Nacht ändern. So schlief ich tief und fest, nur Michel störte mich in der Nacht 2-mal kurzzeitig. Fisch! Fisch! Er wurde aber gleich mit einem dezenten, unmotivierten MMmmmmhhhhhhhh abgespeist, denn im Schlafsack war es nun doch angenehmer als draußen im Kalten. Michel gelang es zwei schöne Schuppenkarpfen zum Landgang zu überreden. Der eine mit  12 und der andere mit 17 Pfd.Danach war erstmals eine ganze Weile Ruhe und erst gegen Mittag bekam Michel den nächsten Lauf! „ Los Stiefel das ist deiner, damit auch einmal einen vernünftigen hast“ sagte er. So übernahm ich seine Rute und nach einer kurzen Drillphase verlor ich den Fisch leider in einem Krautfeld. Es sollte halt nicht sein! In Laufe des Tages änderte sich das Wetter  und es wurde zunehmend ungemütlicher und es wurde sogar recht stürmisch! Wie sich das wohl auf die Fische auswirkt? Eine große Karausche hatte es auf jeden Fall nicht gestört, die wollte unbedingt den kleinen Pop Up. Nach einer ruhigen  Nacht wurde ich in der Morgendämmerung  geweckt und diesmal sollte ich kein Pech haben.  Ich freute mich sehr als der 18 Pfd.  Schuppman in mein Keschernetz glitt. Viel Zeit blieb uns nicht mehr, denn die Arbeit rufte. 

 
Fortsetzung folgt!


Michel und Stiefel

22. März

22. März
Der Tag scheint endlos. Die Zeit bleibt fast stehen. Ständig schaue ich aus dem Fenster und kann es kaum erwarten bis endlich wieder Feierabend ist.
17.30 Uhr Feierabend und hab zum Zug. Was für ein Frust macht sich wieder breit als der Zug wieder einmal Verspätung hat. Ist das schlimm…
20 Uhr endlich am Platz angekommen. Nun muss alles schnell gehen. Die Ruten bringe ich sofort raus bevor ich etwas anderes aufbaue. Das Futter fliegt gleich hinter her. Alles gleich mit einmal damit wieder die Ruhe im Wasser einkehrt. Also Köder, wie immer, Erfolgsköder White Chocolate und Coconut Cream an der einen, an der anderen Rute kommt diesmal ein Red Fish zum Einsatz. Nachdem die Brassen in den vergangen Tagen so aktiv waren habe ich mein Futter umgestellt und den Hanf, die 10mm und die Kleins Partikel reduziert und  20 und 26 Millimeter Boilies in den Futtermix gegeben.
21 Uhr die erste Brasse läuft ab. Was für eine Dramatik… Jetzt ist die Bande wieder am dem Platz. Erste Brasse ab, Rute neu raus. Beim einhängen des Swingers fällt die Schnur wieder zusammen. Zweite Brasse… Wieder so ein 50 ziger Bursche. Bei all dem Ärger sollte jedoch immer der Respekt vor den Fischen im Vordergrund stehen. Diese sind zwar nicht unsere Zielfische aber es sind Lebewesen und durchaus schöne Fische die für manch einen Anderen Zielfische bedeuten. Ich behandele auch die kommenden drei Störenfriede mit großen Respekt und lasse sie langsam mit einer kleinen Streicheleinheit wieder schwimmen, auch gleich sich meine Stimmung dem Nullpunkt nährt. Ich ahne bereits dass es nicht meine Nacht werden könnte.
0.20 Uhr wieder fällt der Swinger ab und die schnurr erschlafft… Ich drehe mich nochmal um, ich habe echt keine Lust die Brasse Nr. 6 vom Haken zu lösen. Aber bringt ja nichts. Rute hoch, keine Gegenwehr. Wenigstens kommt der Fisch mir schon entgegen. Also rein ins Wasser und zum Fisch. Kescher brauch ich ja nicht… Ja …. Denkste! Kurz vor mir taucht ein mittlerer Schuppi auf und realisiert erst mal was da los ist. Die Rute reißt runter die Bremse schreit… Der Christian ohne Kescher… Ich laufe langsam zurück und dirigiere den Fisch durch den  Unterwasser Dschungel. Es klappt zum Glück und der Fisch landet sich auf der Matte! Hammer Gefühl! 4. Session und 4. Fisch… Besser kann es nicht laufen.

5 Uhr überglücklich packe ich wieder alles ein und verlasse meinen Spot. Zurück bleibt nur 5 Kg Futter auf meinem Spot! Als letztes sage ich noch… Bis Morgen!
Ab ins Büro…
Grüße und viel Glück am Wochenende!
Euer Grassi

Donnerstag, 22. März 2012

20. März
Ich sitze im Büro und kann es kaum erwarten bis der Feierabend naht. Mein Blick schweift aus dem Fenster des 14. Stocks, kaum Wolken und Wind stimmen sehr positiv und lassen mich ungeduldig werden. Endlich ist der Feierabend gekommen und ich steige in den Zug welcher mich in Richtung Heimat bringt. Nach einer schier unendlichen Fahrt komme ich endlich an und steige in mein, schon fertig gepacktes Auto. Jetzt geht die Fahrt los… unterwegs befreie ich mich von meinem Jackett, Krawatte und Hemd. Noch kurz werde ich von einer geschlossenen Schranke aufgehalten bevor ich am Naturgewässer ankomme. Die Dunkelheit ist bereits herein gebrochen, im letzten Schein des Tageslichtes kann ich die ersten Fischaktivitäten ausmachen. Jetzt muss alles schnell gehen, Takle aufbauen und Ruten raus. Endlich steht alles und die Wahl der Hakenköder kann losgehen. Wobei was früher eine Qual der Wahl war geht jetzt schnell! Ohne Überlegung wandert ein 15mm White Chocolate and Coconut Cream und an die zweite Rute eine Tigernuss mit einem 10mm Banana Crunch.
Ich bringe die Ruten rasch raus und streue meinen Futtermix über die Montagen. Pro Rute rund ein halbes Kilo. Dann beginnt das warten. Es ist jetzt 20 Uhr und alles ist ruhig…
20.30 Uhr der i-3 meldet einen Fallbiss. meine Wunder CoCo Kugel hat wieder zugeschlagen. Schnell wird klar… eine Brasse… Rute wieder neu raus und warten…

21 Uhr… Vollrun auf Wunder CoCo! Was für Schläge fahren durch meine Tribal… Wahnsinn die Rolle singt und der Fisch gibt Gas. Ich halte gegen und freue mich so einen Drill erleben zu dürfen in diesem, noch jungem Jahr. Nach Minuten bekomme ich den Fisch in die Keschernähe und schließlich umschließen die Maschen den Fisch. Was für ein Moment… Ein langgestreckter Schuppenkarpfen liegt vor, schnell  schieße ich noch ein paar Erinnerungsbilder bevor sich unsere Wege wieder trennen. Langsam verschwindet der Fisch im dunklem Wasser und ich hoffe das ich ihn bald wiedersehe.  

Nachdem ich die Rute wieder rausgebracht habe bekomme ich noch zweit weitere Brassen an den Haken welche alle auf die Wunder CoCo bissen. Ich muss schon sagen… Was für eine Kugel… Das hatte ich bis Dato noch nicht erlebt dass sich ein Boilie so durchsetzt und sich abhebt… Beeindruckend!
Die Nacht endet um kurz vor 4.50 Uhr mit dem klingeln meines Werkers. Die Zeit ist für mich gekommen den Heimweg anzutreten, der der neue Arbeitstag wartet… Ich blicke noch mal zurück und genieße den Anblick dann geht es mit völlig neuer Kraft und super erholt wieder ins Büro…!

Freitag, 14. Oktober 2011

Das Beste kommt zum Schluss


Wer kennt das nicht. Man hat zwei Wochen Urlaub und man spinnt sich schon voher zurecht, was man wohl alles in dieser Zeit fangen wird. Vielleicht endlich der ganz Große an meiner geliebten Talsperre, oder viele Fische die mein Fangbuch für dieses Jahr zum platzen bringen würden. Mann darf ja wohl noch träumen dürfen, oder?
 Gut vorbereitet ging es also für mich in der erste Woche meines Urlaubes mit zwei Freunden in den Harz. Daniel und Mani wollten den Raubfischen nachstellen und ich wollte weiter meine Fangstatistik an der Talsperre nach oben treiben. Schließlich lief es in den vorherigen Ansitzen nicht schlecht und ich konnte regelmäßig meine Fische fangen.
Voller Vorfreude und Erwartungen ging es dann endlich bei strahlendem Sonnenschein los.
Kaum stand das Camp für die Woche auf einer großen Landzunge, flogen auch schon die ersten Kunstköder von Mani und Daniel durch die Luft. Auch meine Fallen waren schnell gestellt und warteten nur zu zuschnappen.
Ja was soll ich euch erzählen. Es lief nichts und das nicht nur in den ersten Tagen, sondern fast die ganze Woche über. Das einzige was traumhaft war,  die herrliche Natur und die Hirsche, die man in der Nacht hören konnte. Das Wetter war genial. Sonne und warme Themperturen jeden Tag. Das dachten sich auch anscheinend die Fische, die viel lieber an der Oberfläche standen und sich die Sonne auf den Rücken scheinen ließen, anstatt zu meinen Baits abzutauchen.
Daniels wunderschöner Talsperrenkarpfen
 Lediglich ein Spiegler mit 21 Pfund wollte meinen austarierten Hakenköder.
Ich habe es aber lieber vor gezogen durch die Landschaft zu spaziern, so konnte Daniel den Carp an Land bringen. Trotzdem freute ich mich riesig für Daniel, weil es Spass macht die sportlichen Fische dort oben zu drillen. Leider fing ich nur noch ein paar Satzkarpfen und auch die Raubfische wollten nicht wirklich beißen. Der Futterfisch wie z.b. Maränen standen sehr weit draußen im Freiwasser und war nicht mehr mit einer Rute zu erreichen.
So sattelten wir einige Ruten auf Futterkorb und Maden, um doch einige Fische zu fangen.
Jeder Stippfischer hätte sich über solche Plötzen gefreut, den kaum eine war unter 30 cm und
auch die Satzkarpfen gingen so an den Haken. Hauptsache es dudelt an den Ruten, dachten wir uns, denn auch auf meinen Futterplätze wollte kein Fisch mehr meine Bissanzeiger zum Aufheulen bringen.
Mittagessen nach 5 Minuten im Wald
Naja was solls! So gingen wir auch mal in den Wald und konnten uns mit Steinpilzen, Birkenpilzen und Maronen zum Mittagessen versorgen. Schnell war die Woche  vorbei und es hieß am Sonntag wieder, ab ins Flachland.
Ach ja, bald hätte ich es vergessen.
Daniel konnte noch am letzten Morgen einen kompakten 20 pfd Spiegler auf einen Haferteppich mit einem kleinen weißen Mini Pop Up fangen.
Nun war es Sonntagabend. Die erste Woche meines Urlaubes vorbei.
Eine Nacht wollte ich aber ausetzen um mich zu kultivieren und meine Wäsche zu waschen.
Meinen Bauch mußte ich mir zusammen mit ein paar Freunden bei meinem Lieblings-Chinese wieder richtig füllen. Als ich dann gut gesättigt mein Glückskeks zerbrach, stand auf einen kleinen weißen Zettel: „ Deine Anstregungen werden Früchte tragen“.
Naja dachte ich mir, das werden wir ja sehen!
Montag Vormittag ging es dann wieder los. Die zweite Woche stand vor der Tür.Sie wollte ich diesmal an einem gut bekannten See verbringen. Ein recht guter Bestand sollte doch ein wenig mehr Fisch bringen wie zwei Satzis in der Vorwoche.
Da ich das Gewässer auch recht gut kenne, braucht ich die Spods nicht lange suchen und schnell lagen die Baits im Wasser. Am nächsten Morgen gegen 6 Uhr bekam ich den ersten Biss, der aber sehr schnell wieder ausstieg. Toll dachte ich mir, das geht ja gut los.
Das war auch der einzige Biss an diesen, noch immer warmen, Oktobertag.
Gegen Abend fiel dann ganz langsam der Luftdruck von ursprünglich 1003 hPa und das Radio sagte auch schon Regen und kühle Temperaturen an. „Mal schauen was der Wetterwechsel mit sich bringt, vielleicht haben ja dann die Carps Lust zu fressen!“dachte ich mir.
Gegen 3 Uhr morgens bimmelte es dann endlich an der Rute.Endlich konnte ich nun einen schönen Spiegler mit 18 Kilo auf die Matte legen.
 
ein alter Bekannter mit 18 kg
Yes, jetzt geht’s los! Fische fangen! Schnell die Rute wieder raus und auf den nächsten Biss warten, doch ich wartete vergeblich. Das war es wieder für diesen Tag.
Nichts kam mehr! Nichts!
Der Luftdruck ist auch weiter in den Keller geklättert und stand nur noch bei 988 hPa.
In der Nacht wollte nun auch kein Karpfen mehr meine Köder und die Temperaturen fielen deutlich. Das Hinausbringen der Montagen gestaltete sich nun auch noch zunehmend schwieriger, denn der Wind frischte deutlich aus Nord-West auf. Gegen 13 Uhr bekam ich dann endlich wieder einen Biss, doch leider habe ich diesen im Holz verloren. Ach man! „ Meine Anstregungen werden Früchte tragen“, dass stelle ich mir aber anders vor. Es war ja nun schon Mittwoch abend und viel Zeit hatte ich ja nicht mehr! Der eine Karpfen war ja schon nicht schlecht. Doch drei Bisse sind für dieses Gewässer nicht grade viel!
Noch schlimmer war, das jetzt nun komplett die Bisse aus blieben und meine Motivation so langsam auf den Tiefpunkt sank. Ich dachte schon darüber nach, das Gewässer zu wechseln um vielleicht doch noch Fisch in meinen Urlaub fangen zu können. 3 Fische in zwei Wochen! Oh mein Gott!
Auf einen Gewässerwechsel hatte ich aber nicht wirklich Lust. So entschied ich mich doch noch weiter den See zu befischen. Bis Samstag nachmittag war keine einzige Aktion an den Spods zu verzeichnen, dann viel auch noch der Swinger durch. Jetzt brauche ich euch nicht erzählen, was an meinen Haken hing. Lassen wir das mal.
Mit meinen letzten bisschen Elan fuhr ich dann für die letzte Nacht in meinem Urlaub die Ruten wieder raus. Danach genoss ich noch ein paar Bier mit einem Freund am Wasser um meinen „ erfolgreichen“ Urlaub zu begießen und dann ab ins Bett.
Am Sonntag morgen gegen halb acht kam dann der Hammer! BISS!!
Als ich den Fisch annahm, merkte ich schon wie er gewaltig Druck aufbaute. Da ich knapp vor einem Hindernis fischte blieb mir auch nichts anderes übrig als gegen zu halten.
Ich sage es euch, so ein Drill habe ich noch nie erlebt. Ich merkte schon das nicht nur ein 20 Pfünder  an der Schnur hing. “Jetzt bloß nichts falsch machen! Bitte nicht ins Holz ziehen!“
1,02 Meter gebalte Power
Das Pünktchen auf dem I mit 14 kg
Als ich dann genügend abstand von dem Hindernis hatte, atmete ich erst einmal auf  und dann nichts als ab ins Boot. Einige Minuten und heftige Fluchten später tauchte der Spiegler das erste mal auf. „Was fürn Brett! Hammer, wenn das mal nicht mein neuer PB ist“ rief ich laut und Zehn Minuten später konnte ich ihn endlich in meinem Netz versenken. Als ich das Schnuckstück aus dem Wasser hob, um ihn auf die Matte ins Boot zu legen merkte ich schon, das mein PB wohl mächtig nach oben geklättert war. Mit wackligen Beinen, nichts wie ans Land. Dort wurde der Fisch erst einmal ordentlich versorgt und auf das Wiegen vorbereitet. Bei genau 24 Kilo pegelte die Waage sich ein. Ich mußte zweimal hinschauen! Da fährt man zwei Wochen raus, fängt drei Fische und dann sowas! Unglaublich! Hammer!
So richtig klar im Kopf war ich noch gar nicht, als dann auch noch die andere Rute abging.
Um noch den Punkt auf das I zu setzen hatte sich noch ein 28er Spiegler dazu gesellt.
Mann, Mann, Mann, so ein verückter Urlaub!
Da hat der Glückskeks wohl doch recht gehabt. Zum Glück hatte ich auch noch eine Flasche Pflaumenwein von den gleichen Chinesen übrig, die ich dann wild hüpfend und jubelnd um neun Uhr morgens leerte!
Solche Momente sind die, die unsere Leidenschaft einmalig und unvergesslich machen.

Christian Stief
Carp Side Crew

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Es kann nur noch dicker werden!

Was für ein Gefühl, was für eine Freude und was für Emotionen habe ich hinter mir. Meine Session, welche eigentlich über 3 Tage dauern sollte war zurückblickend eine echte Augenweide. Doch alles von vorne. Gleich nach der Arbeit fuhr ich in Richtung See um schnell mein Camp aufzubauen, da der Regen Einzug hielt und ich all mein Tackle und Zubehör ins Trockene haben wollte. Nachdem alles wunderbar aufgebaut war suchte ich ein paar Muschelbänke, welche ich bereits in meinem letzten Bericht erwähnt hatte. Dank GPS ist dies natürlich eine sehr schnelle Aufgabe und so fütterte ich dort über 10kg Partikel sowie 5kg Boilies sehr großflächig. Bei diesem Sturm und Regen sind die Fische auf jeden Fall am Spot und fressen sich die Bäuche voll. Nachdem ich de Ruten abgelegt hatte war es bereits fast dunkel und man merkt, dass der Herbst da ist und die Nächte nun länger sind. Bereits nach 1 Stunde, bekam ich den ersten Biss. Wahnsinn! So soll es sein und die Locationsuche war perfekt gewählt. Ich ruderte dem Fisch entgegen und ein wirklich spannender Drill nahm seinen Lauf. Nebenbei bemerkte ich wie sich die Schnur an einem Hindernis immer wieder entlang zog und ich nahm den Druck etwas weg. Einen schönen Schuppenkarpfen konnte ich keschern und das nach so kurzer Zeit. Das geht gut los! Im übrigen entpuppte sich das Hindernis als ein alter Dornenbusch welcher unter Wasser stand und voll mit Dreikantmuscheln war. Kein Wunder, dass die Fische hier ihre Zeit verbringen. Schnell mache ich ein paar Bilder per Selbstauslöser und lies den Fisch in sein Element zurück. Dann legte ich mich auf´s Ohr und döste vor mich hin. Die Nacht war an schlafen kaum zu denken, denn ich hatte aller 2-3 Stunden Bisse gehabt und das war auch gut so. Gegen 05:00 Uhr hatte ich einen Fallbiss auf meiner linken Rute. Sehr ungewöhnlich an diesem Gewässer, doch jeder Fisch nimmt den Köder eben anders auf. Der Sturm war vorbei doch der Regen war voll im Gange. Mitten auf dem See ganz allein und strömender Regen, die Rute krumm, die Rolle kreischt - was wollen wir Carphunter eigentlich mehr. Ein geiles Gefühl und ich merkte, dass es ein guter Carp am anderen Ende sein muss. Und meine Befürchtung sollte sich Bewahrheiten. Als der Fisch die Wasseroberfläche durchbrach und meine Kopflampe sein Schauspiel mit Licht versorgte, merkte ich den Adrenalinschub in meinem Körper. Ein massiver Spiegler und das ist genau meine Wellenlänge. Der Drill dauerte noch eine Weile und ich genoss es voll aus! Wenig später kescherte ich den Fisch und ruderte zurück zum Camp. Völlig durchnässt wog ich den Spiegler und ich sah seine Flanke um Schein meiner Kopflampe und grinste in mich hinein. YES! Ein weiterer Dickfisch dieses Jahr. Wahnsinn! Die Waage blieb bei 19,2kg stehen und ist für mich mein PB an diesem Gewässer. Emotionen! An schlafen war nicht mehr zu denken und so kam der Morgen recht schnell und Maik kam zum Fotoshooting vorbei. Nochmals vielen Dank Maik! Während des fotografierens bekam ich noch einen Biss an meiner linken Rute. Ein kleinerer Schuppi hatte sich die Pineapple/ Fish Boilies von UWB schmecken lassen. Somit konnte ich in einer Nacht 4 Fische fangen und musste aufgrund von einer wirklich schlimmen Grippe die Session abbrechen. Das Wetter hatte mich wohl ein wenig aus der Bahn geworfen. Alles in allem, eine perfekte Session im Oktober. Demnächst geht es in Richtung Osten mit Maik von "Underworld-Baits" - das wird ein FEST...

"Always Tight Lines!"

Sven Pohle
Carp Side Crew

 

Freitag, 7. Oktober 2011

Der Wallercup 2011

Diesmal hieß es für uns Angriff an der alten Badekiesgrube!
Es war Donnerstag und der große Tag stand bevor. Das Auto war geladen, die Lebensmittel eingekauft und Rene´ war an Ort und Stelle, um den Platz zu ziehen. Als ich gegen 15.30Uhr ankam, hatte Rene´ schon sein Bivvy stehen und baute den Rest der Ausrüstung auf. Nun hieß es Auto ausladen, Camp aufbauen, Ruten fertig machen und Stellen suchen. Die Stellensuche forderte ziemlich Geduld, da es gar nicht so einfach war tiefe Bereiche zu finden. Ich wollte unbedingt unter die 5m Marke kommen und mein Teamkollege wollte flacher fischen. Nach einer Weile fand ich dann eine Kante, die von 4,4m auf 5,7m abfiel. Perfekt dachte ich und tastete den Boden ab. Leicht weicher Grund mit Steinen konnte ich fühlen. Marker raus und dezent mit einigen Schippen Partikeln und einer Schaufel voll Boilies gefüttert. Die Stelle befand sich in ca. 280m Entfernung in der Mitte der 21ha Grube. Die andre Stelle suchte ich mir im Nahbereich bei 4,6m und vor leichtem Kraut. Alles verlief gut und wir hatten unsre 4Spots in unterschiedlichen Tiefen gefunden. Nun beschäftigten wir uns mit den Ruten, um sie zu beködern und scharf zu machen. Meine Eisen schaffte ich erst kurz vor der Dunkelheit raus um danach gleich ins Bett zu kriechen. Die Nacht war kalt und lang. Um vier kam der erste Fallbiss bei Rene´, der Fisch hing leider nicht. Wir schliefen ewig lange, bis ca. 9Uhr. Bis dato gab es keine Aktionen mehr. Es wurde Mittag, wir bekamen Besuch und plötzlich lief meine entfernte Rute Punkt 12Uhr ab. Rein ins Boot und dem Fisch entgegen. Alles lief gut und wir drillten routiniert den ersten Spiegler. Der massige Körper ließ uns Grund zur Freude, als die Maschen den Fisch sicher umschlossen. Ich musste meinen Freundenschrei leider unterdrücken, obwohl es fast alle Angler am See mitbekommen hatten. Zurück ans Ufer und den herrlichen Fisch versorgen. Wir machten schöne Bilder und ich entließ den Fisch mit einem Kuss. :-) Der zweite und dritte Tag blieb ohne eine Aktion und der Wind drehte ständig von Ost auf West und blies zum Schluss eiskalt aus Osten. Am ganzen See wurde nicht ein einziger Fisch gefangen. Am letzten Abend legte ich meine Ruten nochmals frisch und mit einem Stick-Mix versehen aus. Wir legten uns zeitig zu Bett, denn es war ganz schön frisch. Gegen 1Uhr meldete sich wieder die entfernte Rute mit zwei Piepsern, die urplötzlich in einem Vollrun endeten. Runter zu Rute, die Big Baitrunner flehte um Gnade und ich hatte Schwierigkeiten den Fisch zu bremsen. Ab ins Boot und dem Fisch entgegen fahren. Alles klappte gut und ich konnte nach 10 Minuten einen traumhaften Halbzeiler landen. Wir freuten uns riesig über den schönen Fisch. Zurück am Ufer sackte ich den Fisch um im Licht die Bilder zu schießen. Wir krochen in die Zelte um noch eine Nase Schlaf zu haschen. Die restliche Nacht verblieb ruhig, außer ein Wallerfang von stolzen 42kg. Am Morgen schossen wir die Bilder und fingen an zu packen. Wir nahmen das Boot aus dem Wasser und ich packte die erste Rute zusammen, als urplötzlich die entfernte Rute ein drittes Mal ablief. Und wieder war es 12Uhr, Wahnsinn! Leider ging mir der Fisch verloren, weil ich ca. 20kg Treibkraut auf der Schnur hatte. Im großen und ganzen war es ein herrliches Wochenende. Nur leider blieb mein Teamkollege ohne Fisch, aber blank waren wir ja nicht. Und für uns steht fest, nächstes Jahr sind wir wieder am Start.
 
In diesem Sinne, Petri Heil und ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen.

               Pinke, Carp Side Crew