Freitag, 27. April 2012


Der Erste Fisch 2012.
Yes! Es ist Freitag und ich kann endlich wieder ans Wasser! Leider konnte ich erst abends um 20 Uhr am Wasser sein, weil ich noch auf einer Hochzeit war.
Angekommen wartet mein Kumpel schon auf mich. Alles aufgebaut und Spots ausgesucht. Doch wie vorgehen? Ich entschied mich dafür kleine Köder zu fischen und es bei sehr wenig  Futter zu belassen und fütterte nur mit einem PVA-Stick. Die erste Rute fischte ich mit einem Red Spice Fish Sinker und einem Pop-Up Dumbel Red Spice Fish der Firmer Successful-Baits. Der PVA-Stick war mit einem Stickmix, zercrushten Baits und 6mm Pellets gefüllt.
Die zweite Rute fischte ich mit einem 14mm Ananas Pop-Up und einem orangenen Plastikmaiskorn am KD-Rig. Der PVA-Stick war mit 6mm Pellets und zercrushten Fruity Thrill Baits gefüllt.


 

Die Ruten waren draußen und es wurde auch schon dunkel. Mein Kumpel und ich unterhielten uns noch über Gott und die Welt und ziehten uns um 23 Uhr in unsere Zelte zurück.
 Die Nacht ziehte ein heftiges Gewitter über unsere Köpfe, mein erstes richtiges Gewitter am Wasser!
Am nächsten morgen bin ich schon schlecht gelaunt aufgestanden, denn die Nacht gab’ es schon wieder keinen Fisch. Nun gut, es folgte ja noch eine zweite Nacht. Wir machten uns erstmal unser Frühstück fertig und dachten nach wieder wir wieder blank zogen. An den Spots und am Futter kann’s nicht legen. Nach dem Frühstück machten wir unsere Ruten neu. Aufgrund des Gewitters der letzten Nacht kam sehr viel Wasser durch den Einlauf am See, das wollte ich nicht ignorieren und verlagerte meine Rute vor einen Busch der ca. 2m vom Einlauf entfernt war. Am Futter, Ködern oder Rigs hat sich nichts geändert. Ich ging wieder rüber zu meinem Kumpel Nico und guckte zu, wie er seine Ruten neu macht. Und dann endlich! Endlich gab meine Funke den geliebten Dauerton ab. Es war die Rute  vorm Busch in Einlaufnähe. Ich schlug an und wollte gleich verhindert, dass der Fisch mir ins Todholz oder in den Busch verschwindet. Es gelang mir und ich hatte freie Bahn! Dieses Gefühl hab ich vermisst..endlich wieder was am Band!
Ich bekam das Grinsen gar nicht mehr aus meinem Gesicht und als der Kleine über den Kescherrand gleitete überkam mich ein riesiges Glücksgefühl! „Da issaaaa!“ , rufe ich.
Nach einer kurzen Fotosession durfte er auch wieder in sein Element und ich hoffte ihn wieder sehen zu können.


Der Tag verlief ruhig und ich vertrieb mir die Zeit um ein paar Bilder zu machen..
Abends machten wir noch mal alles scharf und erhofften uns noch einen Fisch für Nico. Außer einer Brasse, die auf Nico’s Konnte ging, lief leider nichts mehr, aber das war mir egal, denn ich hab’ endlich meinen ersten Fisch 2012. Ich war kurz vor’m Aufgeben und wollte erst wieder losgehen, wenn es wärmer wurde. Zum Glück bin ich doch rausgegangen.
Also Leute, wenn nichts geht, dann gebt nicht auf! Let’s do it!
Ich wünsche euch ein erfolgreiches und schönes 2012.

Euer Tim-Marvin.

Carp Side Junior Crew

Mittwoch, 25. April 2012

Die erste Nacht 2012

Meine Lehrerin erklärte uns die Zinsrechnung, aber ich hatte die ganze Zeit nur die Uhr im Blick. 13 Uhr ! Noch 10 Minuten dann endlich Osterferien. Ich freute mich so auf die erste Nacht 2012.

Zuhause angekommen packte ich das Auto. Endlich ging es los. Marvin mit den ich immer gemeinsam fische wartete schon am see. Die Fahrt zum See dauerte zwar nur 20 Minuten doch jede Minute kam mir vor wie Stunden. Um 15 Uhr war alles aufgebaut. Das Wetter war seit Wochen schlecht nur regen und nachts Temparaturen von 3 bis 4 Grad. Meine Ruten lagen auf 2.50 meter und eine auf 5 Meter Wassertiefe. Ich beköderte die ruten mit einen snowman aus einen Scoberry Boilie und einen Annanas-dumbelz pop up der Firma successfull baits.





Ich fütterte pro rute 2 Hände halbierte Boilies. Dann hieß es warten und auf den ersten Fisch 2012 hoffen. Da bei uns am see die Beißzeit über Tag ist war um 23 Uhr die Hoffnung vorbei. Mein Kumpel Marvin & Ich zogen sich ins Zelt zurück und heizten unsere Bivvys mit unserer Heizung auf :)

Um 3 Uhr Nachts lief meine Rute auf 2.50 Meter Wassertiefe ab. Dann hieß es endlich wieder drillen , ich habe es wirklich vermisst. Ein schöner Spiegler landete im Kescher. Yeeeeees endlich !!!! Es war kein großer Fisch aber es ging mir nicht um das Gewicht. Zufrieden legte ich mich zurück und hoffte das bei Marvin endlich auch mal einer ablaufen wird. Am Morgen bestückte ich die Ruten neu und warf sie zurück auf die gefütterten Spots.  :). .Aber ich vergaß meinen Bissanzeiger anzuschalten. Nach keiner halben Stunde bekam ich den nächsten lauf den aber nur Marvin bemerkte da mein Delkim ja ausgeschaltet war er rief mich und ich drillte meinen nächsten Fisch leider zog der Fisch durch Marvins Schnüre und Verhedderten sich völlig. Dann war der Fisch zum Keschern bereit zirka 50 cm vor den Kescher riß die Schnur. Miiiiiiist !





Marvin holte seine Ruten rein um unsere Schnüre zu entheddern. Marvin merkte an seiner Rute Wiederstand und dann tauchte vor uns der fisch von mir auf. Ich hatte wieder Hoffnung meinen Fisch doch noch über Marvins rute zu landen. Aber der fisch befand sich ja schon vorne und der Rest der Schnur noch auf ca 70 Meter Entfernung lag könnten wir nicht wirklich druck auf den Fisch ausüben. Doch plötzlich ging gar nix mehr , das Blei hat sich am Grund verfangen da wir viele Unterwasserhindernisse im See haben und durch das Gewicht des Fisches das Blei über Grund gezogen wurde gab es auch keine andere Möglichkeit. Fünf Minuten versuchten wir das Blei zu befreien , marvin wollte die Schnur schon kappen aber ich dachte gar nicht ans Aufgeben. Ich versuchte alles und plötzlich ging die spitze Schlagartig zurück. Ich kurbelte und merkte wieder Schläge. Ich war erleichtert.
Dann konnte ich den Fisch endlich über Marvins Rute landen.

Auf der Matte sahen wir dann das sich bloß mein Leadcore und ein Stück der Schlagschnur um Marvins Schnur verwickelt hat. Aber es hat gehalten. Das war eine Aktion sorry noch mal Marvin du fandest das ja nicht so toll das mein Fisch durch deine Schnüre gezogen ist *lach*

Leider hieß es dann am Abend wieder zusammenpacken. Leider ging marvin leer aus was schade ist aber hoffentlich klappt es für ihn beim nächsten mal.



Ich wünsche euch viel Erfolg am Wasser.

Euer Lars

-Junior Carp Side Crew-

Mittwoch, 11. April 2012

The First Night Short 2012

Es ist Dienstag Nachmittag, Arbeit liegt hinter mir und ich packe gerade das Auto. Fertig....!
Eine Stelle hatte ich mir auch schon ausgesucht. Aber meistens kommt es anders als man denkt! Nach kurzem Telefonat mit Christian beschliessen wir eine kurze Session zusammen zu verbringen. Gesagt getan und ich befinde mich auf der 3/4 stündigen Anfahrt ins Elbland. Die Stelle und die Anfahrt kenne ich noch aus dem vohrigen Jahr. Eine traumhafte Location inmitten der Elbwiesen.
Die Fische sind aktiv und scheinen in Fresslaune zu sein. Christian ist auch schon bald nach getaner Arbeit vor Ort und wir legen die Ruten aus.





 Mit etwas Futter per Kelle präpariert und es kann los gehen. Wir geniessen gerade ein paar Bier und schon folgen die ersten Bisse und Pieper. Wir starten mit einigen Brassen in den dunklen Abend.
22.00 Uhr.....Lauf auf einer meiner Ruten. Nach kurzem aber heftigen Drill verliere ich den Fisch. Mhhhh.....Haaken aufgebogen! Der war wohl zu schwach für die Elbfische. Neue Runde neues Glück.
1:0 für die Elbkarpfen.
Wir hauen uns hin. 01.00 Uhr....Ich bin gerade kurz wach läuft wieder eine meiner Ruten voll ab. Ein toller, spannender Drill bringt einen wunderschönen ca. 20 pfündigen Elbspiegler zum Vorschein.


Die weitere Nacht bleibt´s für mich ruhig. Nur Christian ärgert sich die ganze Zeit
mit den Brassen rum bis er am zeitigen Morgen zur Arbeit muss.
Gegen 8.00 Uhr kommt auch meine Zeit und ich fahre direkt zur Arbeit.

MFG 
Micha 
Carp Side Crew

Mittwoch, 28. März 2012

Frühlingserwachen Teil 2 (die Sache mit dem Hakenköder)

Endlich war Freitag , die Sachen waren vom letzten Trip noch gepackt, die Stellen wurden über die Woche regelmäßig weiter gefüttert und die Spannung das letzte Wochenende toppen zu können war unbeschreiblich ! Am See angekommen wurde hektisch das Boot beladen und als erstes, wurden die Spots angepeilt um zu schauen ob die Futterrationen vom Vortag , welche ein wenig Üppiger ausvielen, geerntet wurden! Tatsächlich Auf allen 4 Stellen alles Blank! Kein Korn lag mehr am Gewässerboden und die Fische Rammelten wieder wie Wild ins Schilf, als ich mit dem Boot näher kam. Geil schnell zum Platz geeiert Tackle raus, Ruten scharf machen.
Mit Spannung ging es in den Abend
 Die kurzen Rigs aus der Vergangenen Woche sollten erst mal ausreichen , Haken waren noch nadelscharf aber diesmal entschied ich mich nur mit zwei Tigers zu Fischen , da die leuchtenden Poppis auch ein Magnet für herum streunerndes Federvieh sind! Die Wassertiefen blieben unverändert 50 cm und 1,50m! Gegen halb zehn Abends kam auch Stiefel von der Arbeit direkt zum See. Auch seine Ruten wurden blitzschnell flott gemacht und eine halbe Stunde später stand auch sein Camp. Bis halb 2 in der Früh standen wir noch am Ufer und haben den nervenden krächzenden Flatterhühnern gelauscht, als es nach kurzem Rutencheck in die Koje ging. 
Am nächsten Morgen wurde ich leider nur von 2 Tauben geweckt, welche meinten direkt über meinem Zelt miteinander kommunizieren zu müssen! Nach kurzem Update mit Stiefel , welcher auch ruhig geschlafen hatte entschlossen wir uns die Spots nachzuschauen und mussten feststellen das auf allen vier Plätzen nur noch die Hakenköder lagen!!!!! Kurios ?! Es wurde nachgefüttert und am Mittag die stellen aufs Neue kontrolliert.
Klarer Himmel und kalte Nächte
 Schon wieder ist fast alles Futter weg! Seltsam, hatten die Rigs doch letzte Woche so gut funktioniert. Schien es diesmal an den fehlenden Poppis zu liegen? Kurzer Hand, wurden welche Montiert . Neon pink in 10 mm ! Der Nachmittag blieb ruhig bis abends gegen halb elf mein Swinger durchfiel. 
Stiefel mit 18 Pfd Schuppmann
22Pfd Spiegler
Sofort wurde Kontakt aufgenommen und mit dem Boot dem Fisch entgegen gefahren. Eine Menge Kraut kam zum Vorschein und ein kleiner Satzkarpfen mitten drin. Der Rest der Nacht blieb Ruhig . Morgens gegen 6 Uhr hatte Stiefel einen Durchfaller, aber leider verabschiedete sich der Fisch kurz danach! 2 Stunden später bei mir das gleiche Spiel....Durchfaller, kurzer Kontakt, Ausgestiegen....! Verdammt was sollte das ? Lag es am Argwohn der Fische oder tatsächlich am Fressverhalten bei der kalten Wassertemperatur? Aber wir hatten letzte und diese Woche jeweils 17 kg Partikel und Boilies verfüttert-Hunger scheinen sie ja zu haben ----!? .Am Nachmittag hatte ich wieder einen Fall Biss, welcher sich diesmal als wunderschöner perfekt gehakter 22 Pfd Spiegler entpuppte. Auch Stiefel war am Abend gegen 21 Uhr mit einem 18 Pfd Schuppi erfolgreich! Der restliche Verlauf der Session sollte uns wieder auf den Boden zurückholen! Bis zum nächsten Vormittag konnten wir keinen weiteren Fischkontakt verbuchen und unsere Hakenköder Lagen unberührt an Ort und Stelle ----Das Futter war natürlich Restlos weg!
Natürlich haben wir einige Vermutungen und werden diese, am kommenden Wochenende umsetzen!

Michel und Stiefel



FORTSETZUNG FOLGT.......................

Freitag, 23. März 2012

Frühlingserwachen Part 1



Pech im Glück

Noch kein Grün ist zu sehen.
Das Jahr ist noch nicht alt und in den ersten,  ernst zu nehmenden Ansitzen konnten Michel und ich noch keine Fische überlisten. Dies sollte sich doch aber bald hoffentlich ändern.
Michel mit einem 19 Pfd Spiegler.
Wir hatten nun Mitte März und die ersten wärmeren Tage und Nächte lagen nun vor uns. Bei einer warmen und sonnigen Wetterprognose zieht es wohl jeden Naturliebhaber ins Freie und wir waren da keine Ausnahme. Entschieden haben wir uns für ein gut bekanntes Gewässer ganz in unserer Nähe, umsäumt von  Schilf mit einigen Interessanten Flachwasserbereiche davor. Es war Freitag früh und wir konnten schon bei unserer kurzen Erkundungstour auf dem See einige Fische in geringer Tiefe sichten. Ganz klar das unser Hauptaugenmerk auf  diese Bereiche  viel und  so wurden die Ruten zwischen 0,50 Meter und 1,50 Meter Wassertiefe ausgelegt. Nach dem nun alles erledigt war konnten wir  beide den herrlichen Frühlingstag genießen und es uns richtig gut gehen lassen. Gegen Abend kam uns auch noch der Mani besuchen und bei dem ein oder anderem kühlen  Blonden wurde viel gefachsimpelt. Ca. 20 Uhr kam es dann zum ersten Kontakt  an der linken Rute und der  Swinger viel durch. Leider hatte ich kein Fisch gehakt und ich durfte  nur einen riesen Krautbatzen 400m durch das Wasser ziehen. Rasch wurde die Rute wieder neu beködert, das Futter fertig gemacht und dann nichts wieder wie raus mit der Montage. Als ich vom Auslegen der Rute zurück kam stand Michel  mit meiner anderen Rute in der Hand am Lager. Resultat war ein wunderschöner noch in der Winterfärbung stehender 19 Pfd. Spiegelkarpfen und ich gratulierte Michel zum Nr.01 für  2012. Mani und Michel amüsierten sich köstlich, denn so was Ähnliches ist mir schon im vergangenen Herbst schon einmal  passiert. Wir scherzten gemeinsam noch ein wenig und ich sagte noch zu Mani: „ Wenn ich die Rute wieder raus bringe, kannst ja du den nächsten Fisch an meiner anderen Rute drillen “. Wie sollte es auch änderst sein. Ich war auf der Rücktour mit dem Boot und da sah ich auch schon Mani mit meiner anderen Rute in der Hand am drillen. Heraus kam ein Spiegelkarpfen mit glatt 18kg und nun hatte auch Mani seinen  Nr. 1.

18 Kg Frühjahrspower und gleichzeitig Manis neuer PB für diesen See
Auch ich durfte meinen Ersten 2012 fangen
So ein Pech aber auch, denn ich stand immer noch mit leeren Händen da. Für Gesprächsstoff  war für den Abend ja nun gesorgt und so wurde ich Ziel von Gelächter für das ganze restliche Wochenende. Gegen 1 Uhr kam dann wieder ein Biss und ich war diesmal sogar da. Leider konnte ich bloß einen Satzkarpfen fangen und weitere Aktion war auf unseren Spots in dieser Nacht nicht zu verzeichnen.  In den Morgenstunden sind  auch unsere gefiederten Freunde auf das Futter aufmerksam geworden. Ist natürlich sehr schön wenn die Vögel den Hakenköder auf dem Spot von einer Richtung in die andere spielten und wir die Ruten mehrmals über 400m neue raus bringen durften. Fischaktivität war auf unseren Spods nicht vorhanden. Die Karpfen zogen es lieber vor sich den ganzen Tag direkt ins Schilf zu stellen und sich zu Sonnen. Es war trotzdem ein herrlicher Tag und wieder kamen uns einige Freunde besuchen. Ich brauchte mich nur wenige  Meter von meinen Platz entfernen, da ging es schon wieder los. „ Geh ruhig Stiefel, wir bekommen das mit deinen Ruten hin!“  Auch wer als nächstes an meinen Blanks drillen durfte wurde schon unter einander aus diskutiert. Meine Bissanzeiger blieben aber am diesen Samstag still und das sollte sich auch nicht in der Nacht ändern. So schlief ich tief und fest, nur Michel störte mich in der Nacht 2-mal kurzzeitig. Fisch! Fisch! Er wurde aber gleich mit einem dezenten, unmotivierten MMmmmmhhhhhhhh abgespeist, denn im Schlafsack war es nun doch angenehmer als draußen im Kalten. Michel gelang es zwei schöne Schuppenkarpfen zum Landgang zu überreden. Der eine mit  12 und der andere mit 17 Pfd.Danach war erstmals eine ganze Weile Ruhe und erst gegen Mittag bekam Michel den nächsten Lauf! „ Los Stiefel das ist deiner, damit auch einmal einen vernünftigen hast“ sagte er. So übernahm ich seine Rute und nach einer kurzen Drillphase verlor ich den Fisch leider in einem Krautfeld. Es sollte halt nicht sein! In Laufe des Tages änderte sich das Wetter  und es wurde zunehmend ungemütlicher und es wurde sogar recht stürmisch! Wie sich das wohl auf die Fische auswirkt? Eine große Karausche hatte es auf jeden Fall nicht gestört, die wollte unbedingt den kleinen Pop Up. Nach einer ruhigen  Nacht wurde ich in der Morgendämmerung  geweckt und diesmal sollte ich kein Pech haben.  Ich freute mich sehr als der 18 Pfd.  Schuppman in mein Keschernetz glitt. Viel Zeit blieb uns nicht mehr, denn die Arbeit rufte. 

 
Fortsetzung folgt!


Michel und Stiefel

22. März

22. März
Der Tag scheint endlos. Die Zeit bleibt fast stehen. Ständig schaue ich aus dem Fenster und kann es kaum erwarten bis endlich wieder Feierabend ist.
17.30 Uhr Feierabend und hab zum Zug. Was für ein Frust macht sich wieder breit als der Zug wieder einmal Verspätung hat. Ist das schlimm…
20 Uhr endlich am Platz angekommen. Nun muss alles schnell gehen. Die Ruten bringe ich sofort raus bevor ich etwas anderes aufbaue. Das Futter fliegt gleich hinter her. Alles gleich mit einmal damit wieder die Ruhe im Wasser einkehrt. Also Köder, wie immer, Erfolgsköder White Chocolate und Coconut Cream an der einen, an der anderen Rute kommt diesmal ein Red Fish zum Einsatz. Nachdem die Brassen in den vergangen Tagen so aktiv waren habe ich mein Futter umgestellt und den Hanf, die 10mm und die Kleins Partikel reduziert und  20 und 26 Millimeter Boilies in den Futtermix gegeben.
21 Uhr die erste Brasse läuft ab. Was für eine Dramatik… Jetzt ist die Bande wieder am dem Platz. Erste Brasse ab, Rute neu raus. Beim einhängen des Swingers fällt die Schnur wieder zusammen. Zweite Brasse… Wieder so ein 50 ziger Bursche. Bei all dem Ärger sollte jedoch immer der Respekt vor den Fischen im Vordergrund stehen. Diese sind zwar nicht unsere Zielfische aber es sind Lebewesen und durchaus schöne Fische die für manch einen Anderen Zielfische bedeuten. Ich behandele auch die kommenden drei Störenfriede mit großen Respekt und lasse sie langsam mit einer kleinen Streicheleinheit wieder schwimmen, auch gleich sich meine Stimmung dem Nullpunkt nährt. Ich ahne bereits dass es nicht meine Nacht werden könnte.
0.20 Uhr wieder fällt der Swinger ab und die schnurr erschlafft… Ich drehe mich nochmal um, ich habe echt keine Lust die Brasse Nr. 6 vom Haken zu lösen. Aber bringt ja nichts. Rute hoch, keine Gegenwehr. Wenigstens kommt der Fisch mir schon entgegen. Also rein ins Wasser und zum Fisch. Kescher brauch ich ja nicht… Ja …. Denkste! Kurz vor mir taucht ein mittlerer Schuppi auf und realisiert erst mal was da los ist. Die Rute reißt runter die Bremse schreit… Der Christian ohne Kescher… Ich laufe langsam zurück und dirigiere den Fisch durch den  Unterwasser Dschungel. Es klappt zum Glück und der Fisch landet sich auf der Matte! Hammer Gefühl! 4. Session und 4. Fisch… Besser kann es nicht laufen.

5 Uhr überglücklich packe ich wieder alles ein und verlasse meinen Spot. Zurück bleibt nur 5 Kg Futter auf meinem Spot! Als letztes sage ich noch… Bis Morgen!
Ab ins Büro…
Grüße und viel Glück am Wochenende!
Euer Grassi

Donnerstag, 22. März 2012

20. März
Ich sitze im Büro und kann es kaum erwarten bis der Feierabend naht. Mein Blick schweift aus dem Fenster des 14. Stocks, kaum Wolken und Wind stimmen sehr positiv und lassen mich ungeduldig werden. Endlich ist der Feierabend gekommen und ich steige in den Zug welcher mich in Richtung Heimat bringt. Nach einer schier unendlichen Fahrt komme ich endlich an und steige in mein, schon fertig gepacktes Auto. Jetzt geht die Fahrt los… unterwegs befreie ich mich von meinem Jackett, Krawatte und Hemd. Noch kurz werde ich von einer geschlossenen Schranke aufgehalten bevor ich am Naturgewässer ankomme. Die Dunkelheit ist bereits herein gebrochen, im letzten Schein des Tageslichtes kann ich die ersten Fischaktivitäten ausmachen. Jetzt muss alles schnell gehen, Takle aufbauen und Ruten raus. Endlich steht alles und die Wahl der Hakenköder kann losgehen. Wobei was früher eine Qual der Wahl war geht jetzt schnell! Ohne Überlegung wandert ein 15mm White Chocolate and Coconut Cream und an die zweite Rute eine Tigernuss mit einem 10mm Banana Crunch.
Ich bringe die Ruten rasch raus und streue meinen Futtermix über die Montagen. Pro Rute rund ein halbes Kilo. Dann beginnt das warten. Es ist jetzt 20 Uhr und alles ist ruhig…
20.30 Uhr der i-3 meldet einen Fallbiss. meine Wunder CoCo Kugel hat wieder zugeschlagen. Schnell wird klar… eine Brasse… Rute wieder neu raus und warten…

21 Uhr… Vollrun auf Wunder CoCo! Was für Schläge fahren durch meine Tribal… Wahnsinn die Rolle singt und der Fisch gibt Gas. Ich halte gegen und freue mich so einen Drill erleben zu dürfen in diesem, noch jungem Jahr. Nach Minuten bekomme ich den Fisch in die Keschernähe und schließlich umschließen die Maschen den Fisch. Was für ein Moment… Ein langgestreckter Schuppenkarpfen liegt vor, schnell  schieße ich noch ein paar Erinnerungsbilder bevor sich unsere Wege wieder trennen. Langsam verschwindet der Fisch im dunklem Wasser und ich hoffe das ich ihn bald wiedersehe.  

Nachdem ich die Rute wieder rausgebracht habe bekomme ich noch zweit weitere Brassen an den Haken welche alle auf die Wunder CoCo bissen. Ich muss schon sagen… Was für eine Kugel… Das hatte ich bis Dato noch nicht erlebt dass sich ein Boilie so durchsetzt und sich abhebt… Beeindruckend!
Die Nacht endet um kurz vor 4.50 Uhr mit dem klingeln meines Werkers. Die Zeit ist für mich gekommen den Heimweg anzutreten, der der neue Arbeitstag wartet… Ich blicke noch mal zurück und genieße den Anblick dann geht es mit völlig neuer Kraft und super erholt wieder ins Büro…!

Freitag, 14. Oktober 2011

Das Beste kommt zum Schluss


Wer kennt das nicht. Man hat zwei Wochen Urlaub und man spinnt sich schon voher zurecht, was man wohl alles in dieser Zeit fangen wird. Vielleicht endlich der ganz Große an meiner geliebten Talsperre, oder viele Fische die mein Fangbuch für dieses Jahr zum platzen bringen würden. Mann darf ja wohl noch träumen dürfen, oder?
 Gut vorbereitet ging es also für mich in der erste Woche meines Urlaubes mit zwei Freunden in den Harz. Daniel und Mani wollten den Raubfischen nachstellen und ich wollte weiter meine Fangstatistik an der Talsperre nach oben treiben. Schließlich lief es in den vorherigen Ansitzen nicht schlecht und ich konnte regelmäßig meine Fische fangen.
Voller Vorfreude und Erwartungen ging es dann endlich bei strahlendem Sonnenschein los.
Kaum stand das Camp für die Woche auf einer großen Landzunge, flogen auch schon die ersten Kunstköder von Mani und Daniel durch die Luft. Auch meine Fallen waren schnell gestellt und warteten nur zu zuschnappen.
Ja was soll ich euch erzählen. Es lief nichts und das nicht nur in den ersten Tagen, sondern fast die ganze Woche über. Das einzige was traumhaft war,  die herrliche Natur und die Hirsche, die man in der Nacht hören konnte. Das Wetter war genial. Sonne und warme Themperturen jeden Tag. Das dachten sich auch anscheinend die Fische, die viel lieber an der Oberfläche standen und sich die Sonne auf den Rücken scheinen ließen, anstatt zu meinen Baits abzutauchen.
Daniels wunderschöner Talsperrenkarpfen
 Lediglich ein Spiegler mit 21 Pfund wollte meinen austarierten Hakenköder.
Ich habe es aber lieber vor gezogen durch die Landschaft zu spaziern, so konnte Daniel den Carp an Land bringen. Trotzdem freute ich mich riesig für Daniel, weil es Spass macht die sportlichen Fische dort oben zu drillen. Leider fing ich nur noch ein paar Satzkarpfen und auch die Raubfische wollten nicht wirklich beißen. Der Futterfisch wie z.b. Maränen standen sehr weit draußen im Freiwasser und war nicht mehr mit einer Rute zu erreichen.
So sattelten wir einige Ruten auf Futterkorb und Maden, um doch einige Fische zu fangen.
Jeder Stippfischer hätte sich über solche Plötzen gefreut, den kaum eine war unter 30 cm und
auch die Satzkarpfen gingen so an den Haken. Hauptsache es dudelt an den Ruten, dachten wir uns, denn auch auf meinen Futterplätze wollte kein Fisch mehr meine Bissanzeiger zum Aufheulen bringen.
Mittagessen nach 5 Minuten im Wald
Naja was solls! So gingen wir auch mal in den Wald und konnten uns mit Steinpilzen, Birkenpilzen und Maronen zum Mittagessen versorgen. Schnell war die Woche  vorbei und es hieß am Sonntag wieder, ab ins Flachland.
Ach ja, bald hätte ich es vergessen.
Daniel konnte noch am letzten Morgen einen kompakten 20 pfd Spiegler auf einen Haferteppich mit einem kleinen weißen Mini Pop Up fangen.
Nun war es Sonntagabend. Die erste Woche meines Urlaubes vorbei.
Eine Nacht wollte ich aber ausetzen um mich zu kultivieren und meine Wäsche zu waschen.
Meinen Bauch mußte ich mir zusammen mit ein paar Freunden bei meinem Lieblings-Chinese wieder richtig füllen. Als ich dann gut gesättigt mein Glückskeks zerbrach, stand auf einen kleinen weißen Zettel: „ Deine Anstregungen werden Früchte tragen“.
Naja dachte ich mir, das werden wir ja sehen!
Montag Vormittag ging es dann wieder los. Die zweite Woche stand vor der Tür.Sie wollte ich diesmal an einem gut bekannten See verbringen. Ein recht guter Bestand sollte doch ein wenig mehr Fisch bringen wie zwei Satzis in der Vorwoche.
Da ich das Gewässer auch recht gut kenne, braucht ich die Spods nicht lange suchen und schnell lagen die Baits im Wasser. Am nächsten Morgen gegen 6 Uhr bekam ich den ersten Biss, der aber sehr schnell wieder ausstieg. Toll dachte ich mir, das geht ja gut los.
Das war auch der einzige Biss an diesen, noch immer warmen, Oktobertag.
Gegen Abend fiel dann ganz langsam der Luftdruck von ursprünglich 1003 hPa und das Radio sagte auch schon Regen und kühle Temperaturen an. „Mal schauen was der Wetterwechsel mit sich bringt, vielleicht haben ja dann die Carps Lust zu fressen!“dachte ich mir.
Gegen 3 Uhr morgens bimmelte es dann endlich an der Rute.Endlich konnte ich nun einen schönen Spiegler mit 18 Kilo auf die Matte legen.
 
ein alter Bekannter mit 18 kg
Yes, jetzt geht’s los! Fische fangen! Schnell die Rute wieder raus und auf den nächsten Biss warten, doch ich wartete vergeblich. Das war es wieder für diesen Tag.
Nichts kam mehr! Nichts!
Der Luftdruck ist auch weiter in den Keller geklättert und stand nur noch bei 988 hPa.
In der Nacht wollte nun auch kein Karpfen mehr meine Köder und die Temperaturen fielen deutlich. Das Hinausbringen der Montagen gestaltete sich nun auch noch zunehmend schwieriger, denn der Wind frischte deutlich aus Nord-West auf. Gegen 13 Uhr bekam ich dann endlich wieder einen Biss, doch leider habe ich diesen im Holz verloren. Ach man! „ Meine Anstregungen werden Früchte tragen“, dass stelle ich mir aber anders vor. Es war ja nun schon Mittwoch abend und viel Zeit hatte ich ja nicht mehr! Der eine Karpfen war ja schon nicht schlecht. Doch drei Bisse sind für dieses Gewässer nicht grade viel!
Noch schlimmer war, das jetzt nun komplett die Bisse aus blieben und meine Motivation so langsam auf den Tiefpunkt sank. Ich dachte schon darüber nach, das Gewässer zu wechseln um vielleicht doch noch Fisch in meinen Urlaub fangen zu können. 3 Fische in zwei Wochen! Oh mein Gott!
Auf einen Gewässerwechsel hatte ich aber nicht wirklich Lust. So entschied ich mich doch noch weiter den See zu befischen. Bis Samstag nachmittag war keine einzige Aktion an den Spods zu verzeichnen, dann viel auch noch der Swinger durch. Jetzt brauche ich euch nicht erzählen, was an meinen Haken hing. Lassen wir das mal.
Mit meinen letzten bisschen Elan fuhr ich dann für die letzte Nacht in meinem Urlaub die Ruten wieder raus. Danach genoss ich noch ein paar Bier mit einem Freund am Wasser um meinen „ erfolgreichen“ Urlaub zu begießen und dann ab ins Bett.
Am Sonntag morgen gegen halb acht kam dann der Hammer! BISS!!
Als ich den Fisch annahm, merkte ich schon wie er gewaltig Druck aufbaute. Da ich knapp vor einem Hindernis fischte blieb mir auch nichts anderes übrig als gegen zu halten.
Ich sage es euch, so ein Drill habe ich noch nie erlebt. Ich merkte schon das nicht nur ein 20 Pfünder  an der Schnur hing. “Jetzt bloß nichts falsch machen! Bitte nicht ins Holz ziehen!“
1,02 Meter gebalte Power
Das Pünktchen auf dem I mit 14 kg
Als ich dann genügend abstand von dem Hindernis hatte, atmete ich erst einmal auf  und dann nichts als ab ins Boot. Einige Minuten und heftige Fluchten später tauchte der Spiegler das erste mal auf. „Was fürn Brett! Hammer, wenn das mal nicht mein neuer PB ist“ rief ich laut und Zehn Minuten später konnte ich ihn endlich in meinem Netz versenken. Als ich das Schnuckstück aus dem Wasser hob, um ihn auf die Matte ins Boot zu legen merkte ich schon, das mein PB wohl mächtig nach oben geklättert war. Mit wackligen Beinen, nichts wie ans Land. Dort wurde der Fisch erst einmal ordentlich versorgt und auf das Wiegen vorbereitet. Bei genau 24 Kilo pegelte die Waage sich ein. Ich mußte zweimal hinschauen! Da fährt man zwei Wochen raus, fängt drei Fische und dann sowas! Unglaublich! Hammer!
So richtig klar im Kopf war ich noch gar nicht, als dann auch noch die andere Rute abging.
Um noch den Punkt auf das I zu setzen hatte sich noch ein 28er Spiegler dazu gesellt.
Mann, Mann, Mann, so ein verückter Urlaub!
Da hat der Glückskeks wohl doch recht gehabt. Zum Glück hatte ich auch noch eine Flasche Pflaumenwein von den gleichen Chinesen übrig, die ich dann wild hüpfend und jubelnd um neun Uhr morgens leerte!
Solche Momente sind die, die unsere Leidenschaft einmalig und unvergesslich machen.

Christian Stief
Carp Side Crew

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Es kann nur noch dicker werden!

Was für ein Gefühl, was für eine Freude und was für Emotionen habe ich hinter mir. Meine Session, welche eigentlich über 3 Tage dauern sollte war zurückblickend eine echte Augenweide. Doch alles von vorne. Gleich nach der Arbeit fuhr ich in Richtung See um schnell mein Camp aufzubauen, da der Regen Einzug hielt und ich all mein Tackle und Zubehör ins Trockene haben wollte. Nachdem alles wunderbar aufgebaut war suchte ich ein paar Muschelbänke, welche ich bereits in meinem letzten Bericht erwähnt hatte. Dank GPS ist dies natürlich eine sehr schnelle Aufgabe und so fütterte ich dort über 10kg Partikel sowie 5kg Boilies sehr großflächig. Bei diesem Sturm und Regen sind die Fische auf jeden Fall am Spot und fressen sich die Bäuche voll. Nachdem ich de Ruten abgelegt hatte war es bereits fast dunkel und man merkt, dass der Herbst da ist und die Nächte nun länger sind. Bereits nach 1 Stunde, bekam ich den ersten Biss. Wahnsinn! So soll es sein und die Locationsuche war perfekt gewählt. Ich ruderte dem Fisch entgegen und ein wirklich spannender Drill nahm seinen Lauf. Nebenbei bemerkte ich wie sich die Schnur an einem Hindernis immer wieder entlang zog und ich nahm den Druck etwas weg. Einen schönen Schuppenkarpfen konnte ich keschern und das nach so kurzer Zeit. Das geht gut los! Im übrigen entpuppte sich das Hindernis als ein alter Dornenbusch welcher unter Wasser stand und voll mit Dreikantmuscheln war. Kein Wunder, dass die Fische hier ihre Zeit verbringen. Schnell mache ich ein paar Bilder per Selbstauslöser und lies den Fisch in sein Element zurück. Dann legte ich mich auf´s Ohr und döste vor mich hin. Die Nacht war an schlafen kaum zu denken, denn ich hatte aller 2-3 Stunden Bisse gehabt und das war auch gut so. Gegen 05:00 Uhr hatte ich einen Fallbiss auf meiner linken Rute. Sehr ungewöhnlich an diesem Gewässer, doch jeder Fisch nimmt den Köder eben anders auf. Der Sturm war vorbei doch der Regen war voll im Gange. Mitten auf dem See ganz allein und strömender Regen, die Rute krumm, die Rolle kreischt - was wollen wir Carphunter eigentlich mehr. Ein geiles Gefühl und ich merkte, dass es ein guter Carp am anderen Ende sein muss. Und meine Befürchtung sollte sich Bewahrheiten. Als der Fisch die Wasseroberfläche durchbrach und meine Kopflampe sein Schauspiel mit Licht versorgte, merkte ich den Adrenalinschub in meinem Körper. Ein massiver Spiegler und das ist genau meine Wellenlänge. Der Drill dauerte noch eine Weile und ich genoss es voll aus! Wenig später kescherte ich den Fisch und ruderte zurück zum Camp. Völlig durchnässt wog ich den Spiegler und ich sah seine Flanke um Schein meiner Kopflampe und grinste in mich hinein. YES! Ein weiterer Dickfisch dieses Jahr. Wahnsinn! Die Waage blieb bei 19,2kg stehen und ist für mich mein PB an diesem Gewässer. Emotionen! An schlafen war nicht mehr zu denken und so kam der Morgen recht schnell und Maik kam zum Fotoshooting vorbei. Nochmals vielen Dank Maik! Während des fotografierens bekam ich noch einen Biss an meiner linken Rute. Ein kleinerer Schuppi hatte sich die Pineapple/ Fish Boilies von UWB schmecken lassen. Somit konnte ich in einer Nacht 4 Fische fangen und musste aufgrund von einer wirklich schlimmen Grippe die Session abbrechen. Das Wetter hatte mich wohl ein wenig aus der Bahn geworfen. Alles in allem, eine perfekte Session im Oktober. Demnächst geht es in Richtung Osten mit Maik von "Underworld-Baits" - das wird ein FEST...

"Always Tight Lines!"

Sven Pohle
Carp Side Crew

 

Freitag, 7. Oktober 2011

Der Wallercup 2011

Diesmal hieß es für uns Angriff an der alten Badekiesgrube!
Es war Donnerstag und der große Tag stand bevor. Das Auto war geladen, die Lebensmittel eingekauft und Rene´ war an Ort und Stelle, um den Platz zu ziehen. Als ich gegen 15.30Uhr ankam, hatte Rene´ schon sein Bivvy stehen und baute den Rest der Ausrüstung auf. Nun hieß es Auto ausladen, Camp aufbauen, Ruten fertig machen und Stellen suchen. Die Stellensuche forderte ziemlich Geduld, da es gar nicht so einfach war tiefe Bereiche zu finden. Ich wollte unbedingt unter die 5m Marke kommen und mein Teamkollege wollte flacher fischen. Nach einer Weile fand ich dann eine Kante, die von 4,4m auf 5,7m abfiel. Perfekt dachte ich und tastete den Boden ab. Leicht weicher Grund mit Steinen konnte ich fühlen. Marker raus und dezent mit einigen Schippen Partikeln und einer Schaufel voll Boilies gefüttert. Die Stelle befand sich in ca. 280m Entfernung in der Mitte der 21ha Grube. Die andre Stelle suchte ich mir im Nahbereich bei 4,6m und vor leichtem Kraut. Alles verlief gut und wir hatten unsre 4Spots in unterschiedlichen Tiefen gefunden. Nun beschäftigten wir uns mit den Ruten, um sie zu beködern und scharf zu machen. Meine Eisen schaffte ich erst kurz vor der Dunkelheit raus um danach gleich ins Bett zu kriechen. Die Nacht war kalt und lang. Um vier kam der erste Fallbiss bei Rene´, der Fisch hing leider nicht. Wir schliefen ewig lange, bis ca. 9Uhr. Bis dato gab es keine Aktionen mehr. Es wurde Mittag, wir bekamen Besuch und plötzlich lief meine entfernte Rute Punkt 12Uhr ab. Rein ins Boot und dem Fisch entgegen. Alles lief gut und wir drillten routiniert den ersten Spiegler. Der massige Körper ließ uns Grund zur Freude, als die Maschen den Fisch sicher umschlossen. Ich musste meinen Freundenschrei leider unterdrücken, obwohl es fast alle Angler am See mitbekommen hatten. Zurück ans Ufer und den herrlichen Fisch versorgen. Wir machten schöne Bilder und ich entließ den Fisch mit einem Kuss. :-) Der zweite und dritte Tag blieb ohne eine Aktion und der Wind drehte ständig von Ost auf West und blies zum Schluss eiskalt aus Osten. Am ganzen See wurde nicht ein einziger Fisch gefangen. Am letzten Abend legte ich meine Ruten nochmals frisch und mit einem Stick-Mix versehen aus. Wir legten uns zeitig zu Bett, denn es war ganz schön frisch. Gegen 1Uhr meldete sich wieder die entfernte Rute mit zwei Piepsern, die urplötzlich in einem Vollrun endeten. Runter zu Rute, die Big Baitrunner flehte um Gnade und ich hatte Schwierigkeiten den Fisch zu bremsen. Ab ins Boot und dem Fisch entgegen fahren. Alles klappte gut und ich konnte nach 10 Minuten einen traumhaften Halbzeiler landen. Wir freuten uns riesig über den schönen Fisch. Zurück am Ufer sackte ich den Fisch um im Licht die Bilder zu schießen. Wir krochen in die Zelte um noch eine Nase Schlaf zu haschen. Die restliche Nacht verblieb ruhig, außer ein Wallerfang von stolzen 42kg. Am Morgen schossen wir die Bilder und fingen an zu packen. Wir nahmen das Boot aus dem Wasser und ich packte die erste Rute zusammen, als urplötzlich die entfernte Rute ein drittes Mal ablief. Und wieder war es 12Uhr, Wahnsinn! Leider ging mir der Fisch verloren, weil ich ca. 20kg Treibkraut auf der Schnur hatte. Im großen und ganzen war es ein herrliches Wochenende. Nur leider blieb mein Teamkollege ohne Fisch, aber blank waren wir ja nicht. Und für uns steht fest, nächstes Jahr sind wir wieder am Start.
 
In diesem Sinne, Petri Heil und ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen.

               Pinke, Carp Side Crew






Sonntag, 18. September 2011

Der Herbst kommt derbst!

Nachdem die Blankserie ihren Lauf nahm in den letzten Wochen und Monaten, musste ich einfach wieder raus ans Wasser. Das Wochenende stand vor der Tür und die Wetteraussichten waren sehr vielversprechend mit Unwetterwarnung! Das ist genau das was ich und vor allem die Carps brauchen. Gleich Freitags nach der Arbeit düste ich Richtung See, wo Maik & Philipp schon vor Ort waren. Nach kurzem Talk ging es Richtung Camp und die Prozedur des Aufbauens sowie die Suche nach sehenswerten Hot Spots begann. Was mir auffiel und uns das Fischen nicht leichter machte, war die Tatsache, dass das Kraut bereits überall an der Oberfläche schwamm. Doch das ist ein gutes Zeichen, denn die kältere Jahreszeit rückt immer näher und die Krautbänke zerfallen allmählich. Bei der Suche der Spots war mir nicht wohl und ich fand einfach keine passende Stelle, wo ich die fressenden Karpfen vermutete. So legte ich erstmal meine Ruten in Tiefen zwischen 9-11 Meter aus. Die erste Nacht stand bevor und wir speisten erstmal fürstlich mit guten herzhaften Essen, bis wir uns dann alle in die Bivvys verkrochen. Gegen 01:30 Uhr etwa bekam Maik ein Biss auf seiner linken Rute. Es herrschte ein verkehrstreiben im Camp wie zu besten Zeiten. Alle sprangen sie auf, wie von der Tarantel gestochen! Mit dem Boot ruderte Maik & Philipp dem Fisch entgegen und endlich konnte Maik nach wirklich sehr langer Zeit mal wieder einen tollen Spiegelkarpfen um die 16 Pfund fangen. Die Freude war ihm deutlich anzusehen! Gratulation! Der Rest der Nacht passierte nichts und die Blankserie muss doch mal reißen, sagte ich mir und direkt nach dem deftigen Frühstück mit Kaffee und gekochten Eiern sowie ein paar Toasties schnappte ich mir das Echolot von Maik. Ich musste nach was aussichtsreichen suchen und das waren Muschelbänke! Mein Echolot ist dafür nicht geeignet aber das von Maik ist eine Augenweide, denn die Zoomfunktion von Humminbird lässt zwar nur erahnen ob es sich um Muschelbänke handelt, dennoch kann man natürlich auf der jeweiligen Stelle noch dazu die Klopfbleiaktion durchführen um zu fühlen was da unten in den Tiefen sich verbirgt. Gesagt, getan und ich suchte über 1 Stunde lang. Dann endlich fand ich etwas sehr interessantes. Eine große Krautbank sehr weit draußen und voll mit Dreikantmuscheln, Schnecken ect.! Das muss es doch sein und genau dahinter entpuppte sich der Bodengrund voll mit natürlicher Nahrung die man sich nur so vorstellen kann und unsere Karpfen so lieben. Bingo! Neuer Platz, neues Glück! Ich fütterte gut 3kg Partikel sowie 2kg Boilies pro Rute und das Ergebnis sollte sich sehen lassen. Gegen Mittag 13 Uhr war ich soweit fertig mit allem und schon um 16 Uhr lief meine rechte Rute ab, welche ich mit einer Schneemannmontage abgelegt hatte. Unglaublich mit welcher Kraft der Fisch Schnur nahm. Philipp kam mir zur Hilfe und wir ruderten dem Fisch entgegen. Ein super Gefühl mal wieder eine Aktion zu haben und die Spannung stieg als ich an der Oberfläche einen wirklich massiven Spiegler sah. Das darf doch nicht war sein, schon wieder so eine Wumme am Haken. Ein geiles Jahr 2011! Nun ging es zurück zum Camp, nachdem der Drill schnell beendet wurde. Kurze Wiegeaktion wurde gestartet bevor wir natürlich noch Video, sowie Bilderaufnahmen machten. Ich habe noch nie, sei es bei mir oder von anderen Huntern, solch ein massiven Carp gesehen, der 34 Pfund wiegt. Wie unterschiedlich doch die Formen der Fische in den verschiedensten Gewässern sein können. Einfach nur erstaunlich. What a wacker!? Ein noch unbekannter Spiegelkarpfen mit einer Schönheit, die nicht zu übertreffen war - unglaubliches Gefühl. Mit diesem Emotionen ließ ich den Carp zurück in sein Element und der Tag ging so langsam zu Ende. Ich war überglücklich und döste vor mich hin als wieder bei Maik die linke Rute ablief. Er konnte einen klasse Schuppie auf die Matte legen. Es läuft aber leider nicht bei Philipp. Kein Biss weit und breit bei Ihm. Wirklich nicht nachvollziehbar, da es doch bei uns beiden lief. In den frühen Morgenstunden fing ich dann noch einen Spiegler mit 20 Pfund. Super! Die Session hat sich voll und ganz gelohnt wobei wir bis auf die Knochen durchnässt waren, denn es regnete aus allen Kannen. Nicht gerade ein schönes Fischen aber dieses Wetter ist wie geschaffen für unsere Lieblinge. Der Herbst kommt in großen Schritten, es geht bald wieder raus, dachte ich mir, als ich mich auf dem Weg nach Hause befand...

"Always Tight Lines!" 

Sven Pohle
Carp Side Crew


Donnerstag, 15. September 2011

Die Jagd ging weiter Teil III

Und es ging natürlich weiter...
Es war wieder Freitag, das Auto war geladen und ich hatte alles vorbereitet für das anstehende Wochenende.
Der Wetterbericht machte mir allerdings keine Hoffnung, denn es sollte ziemlich heiß werden und diese Wechsel wirken sich nicht gut auf hiesigen die Kiesgruben aus. Die Fische nehmen dann weniger Nahrung zu sich und dümpeln einfach nur durchs Wasser.
Gegen 16Uhr war ich an meiner Stelle und baute routiniert die Ausrüstung auf. Alles ging recht schnell und 18Uhr lagen die Ruten am Platz. Ich befischte mit einer Rute wieder das gegenüberliegende Ufer und mit einer Rute das Plateau in der Mitte auf 4,7m. Der Abend verblieb ruhig und ich suchte Entspannung und Ruhe vom Alltag. Ruck zuck war es dunkel und nach einem kräftigen Abendbrot legte ich mich dann auch schnell in mein geliebtes Quartier. Natürlich war ich sofort weg und wurde gegen 23.30Uhr wach, als der i3 die ersten zusammenhängenden Töne von sich gab. Biss auf der anderen Seite. Anschlag und dem Fisch entgegen. Alles klappte gut und ich konnte nach kurzem Drill einen kleinen Schießer landen. Mist,wieder nicht mein Schuppi... Rute ablegen, Fisch versorgen und schnell ins Bettchen. Ich war hundemüde und meine Augen waren schwer.
Fisch 1
 Ich schlief bis 5.30Uhr als dieselbe Rute wieder Fisch meldete. Anschlag, sitzt. Ich fuhr über die weite Distanz dem Fisch entgegen und landete nach einigen Minuten einen strammen 16Pfünder. Ich fuhr noch kurz über die Spots und glaubte es kaum meinen Augen. Alles war restlos leer gefegt und ich musste reichlich nachfüttern. Rute wieder ablegen und zurück den Fisch versorgen. Es war ja dunkel und deshalb sackte ich den Carp. Den Tag über blieb es völlig ruhig und ich hielt einen ausgiebigen Mittagsschlaf. :-) Gegen 16Uhr besuchte mich dann mein Kumpel Uwe der zwei kühle Bierchen mitbrachte. Lecker, sowas habsch gerne. Wir redeten über seinen neuen Job und die Stunden flogen so dahin. Punkt 19Uhr raste die rechte Rute wieder los und flog fast aus dem Pod. Als ich die Rute aufnahm, merkte ich sofort,dass mein Gegenüber ein ordentlicher Fisch war. Ich ging einige Schritte zurück und machte richtig Dampf. Dann merkte ich kurz gar nix mehr und ich stieg ins Boot und fuhr dem Fisch entgegen. Auf halber Distanz legte er plötzlich los und ich verfolgte meine Schnur in Richtung Schilf. Mist,hoffentlich ist es nicht zu spät. Und es war zu spät. Der Fisch hatte sich durch das Schilf geschlängelt und dabei den Haken verloren. Schei......!!!!!!
Naja,was solls. Rute ausbringen und zurück ans Ufer. Ich sagte zu Uwe: immer wenn du da bist, bekomm ich die Großen an den Haken und immer geht es schief. Wahrscheinlich soll das irgendwas heißen. Schlecht gelaunt setzte ich mich ins Zelt und Uwe versuchte mich bissl zu beruhigen. Er machte dann bald los und ich legte mich ins Bett.
Die Nacht verbliebt äußerst ruhig und der letzte Biss kam dann in den frühen Morgenstunden im aufsteigenden Nebel. Herrlich sag ich euch.
Fisch 2 und 3
Nach einem schönen Drill landete ich erfolgreich den größten Fisch des Wochenendes. Er hatte knapp 20Pfund, aber dafür sehr markante Erkennungszeichen. Ihm fehlte die rechte Bauchflosse und er hatte ebenfalls eine dunkle Schuppe auf dieser Seite. Ein schöner Fisch meiner Meinung nach. Gegen 10Uhr kam mein Kumpel Rene´ zum Fotos machen vorbei und wir werteten alles aus. Leider blieb mein Zielfisch aus, aber es kommt jetzt unsre heiße Zeit, der Herbst.

In diesem Sinne, Petri Heil und viel Spaß beim Lesen.

die Spots











Pinke, Carp Side Crew